Sonntag, 22. Juni 2008

Fakirkatze

Kann das wirklich bequem sein?

Nachtrag

Und damit die neue Haspel regelmäßig was zu fressen kriegt: Food for the swift:
Aus Nikas neuem Shop - Sommerregen und Sunita. From Nika´s new shop - Summer Rain and Sunita.

Samstag, 21. Juni 2008

Allerleiscraps proudly presents - The collapsible swift

...oder auch Die zerlegbare Haspel. Angeregt durch Beate hatte ich mir bei IKEA einen Drehteller besorgt. Als ich allerdings meinen Küchenhocker verkehrt herum darauf stellte und einen Strang Cascade 220 darüber stülpte, lag der Strang auf dem Tisch und grinste frech - der Hocker war zu klein für die Stranglänge. Kurz darauf sah man mich mit irrem Blick und Maßband durchs Haus streifen - was könnte als improvisierte Haspel dienen? Leider gar nix. Gefunden hab ich allerdings eine Holzleiste und mehrere Holzstäbe, und eine Idee begann sich langsam im schwäbischen Tüftlerhirn zu formen. Was ich nicht wollte, war ein weiteres sperriges Gerät im mit sperrigen Geräten schon üppigst ausgestatteten Haushalt. Was ich wollte, war eine Haspel, die Stränge in allen möglichen Längen aufnimmt. Und eine, die nichts kostet. Jetzt hab ich sie. Und sie funktioniert wirklich prima. Am Ende, wenn die Stränge zu leicht werden, wandern sie zwar an den Stäben nach oben, aber auch dafür schwebt mir schon eine Lösung vor.
I´ve always been longing for a yarn swift but didn´t want to spend a fortune on it. With the helb of an IKEA turning tray, 4 dowel rods and a piece of wood I managed to build one that works really well. (And makes me feel quite proud).
Und hier sind sie schon, die Schritte zum problemlosen Knäuelwickeln. 1. Die Stäbe hab ich auf einmal gesägt. Zusammengehalten wurden sie durch zwei kräftige Gummibänder. Lässt sich so prima sägen, alles ist gleich lang, und absplittern tut auch nicht so viel.
For sawing I held the dowel rods together with two elastic ribbons. Worked really well!
2. Oben werden die Stäbe wieder durch ein kräftiges Gummiband zusammengehalten (kann man nicht sehen). Das Garn ist besagtes Cascade, inzwischen schon mitten in der Verarbeitung zum Back to school-Pullunder aus Japels Fitted Knits.
At the top the rods are held together with an elastic.
3. Meine äußerst raffinierte Konstruktion, die es mir ermöglichen wird, den Drehteller bei Besuch zweckentfremdet mit Häppchen zu beladen, ohne vorher Schrauben und ähnliche Hardware entfernen zu müssen. Mein Leistenkreuz, metallfrei durch Überplattung (diesen Begriff hab ich nachgeschlagen), hält einfach dadurch, dass man es zusammensteckt. An den vier Enden hab ich schräg Löcher eingebohrt (10 mm-Bohrer für 9 mm-Stäbe). Die Stäbe werden eingsteckt und die ganze Konstruktion erhält dadurch eine Stabilität durch eine Spannung, mit der ich nicht gerechnet hatte, die mich aber sehr beglückt. Ein Silikontopflappen unter dem Leistenkreuz verhindert ein Verrutschen desselben, und die vier Konservendosen liefern zusätzliche Stabilität.
My construction also includes a silicone pot holder to prevent the wooden cross from slipping on the revolving tray, and four cans, again with an elastic around all four of them to provide further stability. This construction is free of any metal and enables me to use my tray for its orginal purpose ;-)
4. So sieht meine Haspel zerlegt aus. Ich finde sie ja ziemlich genial, auch wenn Eigenlob stinkt.
Here you can see my collapsed swift, ready for storage.
Nachtrag: Die einzigen Kosten waren die für einen neuen Bohrfutterschlüssel, € 2,90, aber streng genommen zählen die ja nicht wirklich.

Campino Waldfrucht

Zum Thema Selbstgesponnen kann ich heute beitragen: Space in den Farben der Lieblingsbonbons meiner Jugend (die scheint es heute nicht mehr zu geben). Gefällt mir sehr gut und ist kuschelig weich. Was ich daraus mache, weiß ich noch nicht; ein weiterer Morning Surf Scarf steht aber ganz oben auf der Liste. Überlegung: Ist es normal, über jedes selbst gesponnene Garn in Verzückung zu geraten oder legt sich das mit der Zeit? Außerdem: Morning Surf Scarf, von Styropor und Nadeln befreit, künsterisch über eine Clematis drapiert (sieht man die Blattläuse?)

Sonntag, 15. Juni 2008

Morning Surf Scarf - fertig!

Anstelle meines geplanten Hausputzes hab ich gestern einfach so lange gestrickt, bis mein Himbeergarn zu Ende war. Hab dann abgekettet und bin den Rest des kühlen Tages mit dem Kurzschal um den Hals rumgelaufen. So weich! So kuschelig! So warm! Da sich die Enden bei dieser Länge gut kreuzen und dann im Shirt verstecken lassen, hab ich beschlossen, dass Isadora Duncan-Länge nicht immer sein muss. Das ist gut (stolzgeschwellte Brust), weil ich so meine Faserbestellabstinenz noch ein Weilchen länger durchhalte - schließlich ist man als Schwäbin immer darauf bedacht zu sparen, und wegen 100 g Seide-Merino lohnt sich eine Bestellung ja nicht - da hätte noch ein kg Space mit eingepackt werden müssen, für den Lady February Sweater (Ravelry ist ja wirklich toll, aber all die Gelüste, die da immer geweckt werden...), damit das Porto im Verhältnis nicht so horrend ist. Schlecht ist das, weil so ein Kurzschal ja vielleicht auch mal mit so ner schönen Schalnadel getragen werden könnte, und das hab ich noch keine. Geben tut es die zum Beispiel dort, wo es auch Kauni gibt. Und diese neue Farbe gefällt mir ja schon sehr gut... Das Foto vom Muster ist jetzt ein bisschen besser geworden, da der Schal noch, auf Styropor gespannt, der vollständigen Trocknung harrt. Mal sehen, ob er sich später wieder der Fotografiererei entzieht. Nachtrag: Als ich gerade den Link für den Lady February gesetzt hab, ist mir aufgefallen, dass diese Jacke schon toll ist. Ich mag EZ einfach gern, und ich könnte das Ding ja im Partnerlook für mich und die neueste Nichte stricken...

Samstag, 14. Juni 2008

Heiße Liebe, Teil 2

Gestern flatterte das neue Spin off-Magazin ins Haus, und dort, völlig unvermutet, hab ich das Muster für mein Himbeersahneseidenmerinogarn gefunden. Es ist der Morning Surf Scarf, total leichtes Muster, sieht toll aus, und leider lässt sich dieser Schal nicht so fotografieren, dass man etwas sieht. Hab es draußen und drinnen mit verschiedensten Winkeln probiert, aber man sieht leider fast gar nix. Seufz. Trägt nicht gerade dazu bei, meine heute eh schon recht merkwürdige Stimmung zu verbessern. Zumindest das Kind muss nicht unter mir leiden - ist seit gestern übers Wochenende auf Ministrantenfreizeit. Schwarzhornhaus - ein wunderschönes Stück Alb. Wozu in die Ferne schweifen... Schon seit ner Weile fertig ist der zweite Lace Ribbon Scarf, dieses Mal aus Rellana Jubiläums-Sockengarn. Ein tolles Muster. Ich muss unbedingt auch einen für mich stricken. Viel zu wenig Zeit bleibt mir im Moment für den Garten. Ein paar Minütchen jeden Tag auf den Verandastufen, um ein paar Nasen Rosenduft zu tanken. Eine Runde ums Haus, um zwei reife Erdbeeren zu naschen. Dann wieder Schule, Konferenz, Korrekturen oder Fahrdienst fürs Kind. Meine Cardinal de Richelieu blüht heuer in drei verschiedenen Farben - die violettroten Blüten, die sich gehören, richtig große fette dunkelrosafarbene runde und dann noch weiße Blüten. Und alle drei Farben duften berauschend.