Samstag, 24. Mai 2008

Mia-Quilt

Eine gute Woche noch bis zur Taufe meiner neuesten Nichte. Eigentlich hatte die Planung vorgesehen, dass ich jetzt bereits mit dem Quilten anfange, aber die Puddingarme haben mich drei Tage ziemlich effektiv vom Nähen abgehalten. Es scheint so, als ob ich nicht fertig werde! Dieses Mal hab ich den Quilt nicht minutiös geplant, sondern arbeite ganz frei und spontan daran. Die Häuserborder wurde zum Beispiel ersetzt durch eine Blütenranke (in Arbeit).
Die Ranke hab ich mit Maschinenbuttonhole befestigt, weil der Stoff so nadelundurchdringlich dicht gewoben ist. Die Blüten selbst allerdings werden in penibler Handarbeit per Needleturn appliziert und dann, ebenfalls von Hand, mit Buttonhole umrandet. Das ist übrigens nicht unser Knopflochstich, sondern der Langettenstich. Mein liebstes Applizierwerkzeug sind Mettlergarn, Zahnstocher, Heftfaden, Windelvlies und die superdünnen Appliziernadeln von Piecemakers, die mich regelmäßig daran erinnern, dass die Gleitsichtbrille wahrscheinlich nicht mehr weit ist. Flächenmäßig entsprechen die vier Borders dem Innenteil, und ich hoffe, dass ich die Borders bis Sonntag Abend fertig appliziert, gestickt und mit Blättern versehen habe. Dann wäre die nächste Woche das Innenteil dran. Noch schweben mir sehr schwammig Insekten und verschiedene Blüten und ganz viele bunte Spiralen vor. Allerdings fängt am Montag die Schule wieder an, eine Gesamtlehrerkonferenz kommt dazu, ganz zu schweigen vom Fahrdienst für das Kind. Ach, wenn da nur nicht meine Eitelkeit wäre. Allein die Vorstellung, bei der Taufe mit einer halbfertigen Decke zu erscheinen...

Dienstag, 20. Mai 2008

Schwerstarbeit

Mein Tag begann heute damit, ein Ungetüm von Betonbrocken aus einem Blumenbeet zu befreien. Letztes Jahr hat ein Sturm die Stützstruktur für meine Ramblerrosen einfach wie ein Streichholz abgeknickt. Dass die Dinger einbetoniert waren, hatte ich völlig vergessen... Eine Stunde mit der Spitzhacke, und der Tag war gelaufen, was feine Handarbeiten betrifft. Noch jetzt, immerhin 12 Stunden nach vollbrachter Tat, fühlen sich meine Unterarme wie Pudding, nein, wie schmerzender Pudding an. Also hab ich ein paar Fotos gemacht. Ich liebe meinen Garten im Frühjahr. Noch ist die dominante Farbe Blau in allen Schattierungen, dazu ein bisschen Weiß, aber überall gibt es schon Hinweise darauf, dass Rot demnächst übernimmt. Gestern verzwirnt: Coburger Fuchsschaf, dreifach, für eine Jacke aus A Fine Fleece. Leider ist mir das Garn schon wieder ein bisschen zu dünn geworden. Da war ich so stolz auf meine Feinspinnfertigkeiten, und jetzt werden sie nicht gebraucht.... Am Samstag beim Südlichter-Stricktreffen bei Bea angefangen: Lace Ribbon Scarf II. Der erste hat mir so gut gefallen und wurde von meiner Schwester dermaßen ausführlich bewundert / gestreichelt / begehrt, dass es wahrscheinlich auch für das zweite Exemplar eine Abnehmerin geben wird. Und schließlich hab ich aus Neugierde auch noch die Merasilk anschlagen müssen. Oh, schööööön....

Dienstag, 13. Mai 2008

Lace Ribbon Scarf

Seit Sonntag fertig gestrickt, gestern gespannt und fotografiert: Veronik Averys Lace Ribbon Scarf. Gestrickt hab ich ihn aus Regia Silk (Stashabbau); da ich das Regia-Bambusgarn bereits für Socken benutzt habe und überhaupt nicht damit glücklich bin, schien mir das Silk-Garn nicht geeignet für Socken, weil es ähnlich weich im Griff ist. Es hat außerdem bereits in der Stash-Kiste, in der ich ab und zu genüsslich wühle, zu pillen begonnen. Als Schal ist es zwar ein wenig langweilig, aber doch recht nett geworden.

Montag, 12. Mai 2008

Die Post war da

Diese Woche haben mich schon zwei Pakete mächtig beglückt. Zunächst mal schickte mir Birgit eine Auswahl an schwarzweißen Stoffen für den Mia-Quilt. Die Taufe meiner neuesten Nichte ist nämlich am 1. Juni, und wie alle Nichten kriegt sie eine Krabbeldecke. Nachdem ich mit dem Ergebnis der letzten Decke sehr zufrieden war, möchte ich auch dieses Mal auf einen gepatchten schwarzweißen Hintergrund fröhlich Buntes applizieren. Daraus...
..wurde das hier - 121 Quadrate, jedes 10 x 10 cm, ergänzt aus meinem Stash. Für einen Trip around the world habe ich zu wenig helle Quadrate, also werde ich sie ganz willkürlich aneinander nähen. Oder übertrage das Layout ans Kind, sobald es aus dem ganz untypisch nicht verregneten Pfingstzeltlager wieder daheim ist. Von der Wollerey kam ein weiteres Paket, mit meinem Premiereneinkauf dort. Außer dem bestellten Strang Merasilk und zwei Anleitungen waren noch drei Fühlpröbchen und ein niedlicher Alpaka- Maschenmarkierer dabei. Kind beschloss sofort, der nächste Schal müsse aus Baby-Alpaka in eben diesem perfekten Blau sein (vielleicht können wir da ja zu einem Deal bezüglich dieses Palästinensertuchs kommen, das sie gerade so heiß begehrt), Mutter hingegen wunderte sich immer wieder, warum sie nicht noch einen Strang Doppio zu ihrer Sockenanleitung genommen hatte. Auch dieses dunkle Grün, sehr überzeugend... Zwischen der Schwäbischen Alb und dem nächsten Paket steht nur die bröckelnde Mauer meiner Disziplin (was sind drei Kilo Scokenwolle im Stash schon? Was könnte ein Stränglein mehr schon groß verändern, oder vielleicht auch zwei?)
Die Ringelpiez-Socken (Anleitung von der Wollerey) sind allerdings auch aus Trekking (letzter Abfall von der Disziplin liegt exakt zwei Wochen und einen Tag zurück, als ein Kunsthandwerkermarkt völlig unerwartet dort stattfand, wo ich das Kind für sein Ferienprogramm angemeldet hab) wunderschön geworden! Das Muster ist viel einfacher, als es aussieht und strickt sich ganz schnell auswendig, und die Lösung mit dem diagonal auslaufenden Spitzenmuster auf dem Oberfuß gefällt mir sehr gut. Ich kann Muster auf der Sohle nicht ausstehen - da gibt es nur ganz wenige Socken, zum Beispiel Monkey, die da eine Ausnahme bilden.

Sonntag, 4. Mai 2008

Der Mai ist gekommen...

... und Honeycomb ist gerade rechtzeitig dazu fertig geworden. Das Lavold-Garn hat sich ganz herrlich verstrickt, aber so schön anliegend wie bei Knitty gesehen ist der Pullunder nicht geworden. Eine Größe kleiner wäre sicherlich auch noch in Ordnung gewesen.
Was mir am Frühling so gefällt, sind vor allem die vielen verschiedenen Grüns und die unterschiedlichen Strukturen. Klar, Blüten sind auch nett, aber schon die Blätter benachbarter Pflanzen können ein Beet ganz schön spannend machen.
Dennoch freu ich mich schon drauf, wenn das Tränende Herz ernst macht.
Und dieser Neuankömmling, eine Paeonia Tenuifolia, wird sicherlich ganz spektakulär, auch wenn er bisher keine 10 cm hoch ist.
Hier noch die Klorollenkultur der Wicke America, die allerdings schon seit gestern am Wickenzelt im Beet ihre endgültige Heimat gefunden hat.