Montag, 24. März 2008

Klumpfuß?

Nein, Cat Bordhi-Design. Das ist die Cables and Corrugations-Socke aus New Pathways, und ich bin ganz begeistert darüber, wie sie sitzt, auch wenn ich beim Stricken etwas nervös wurde ob der manchmal recht hohen Maschenzahl und der merkwürdigen Optik. Es handelt sich dabei um eine Variante der Riverbed Architecture, und man strickt toe-up.
Zu den Hexies lässt sich vermelden, dass ein Drittel geschafft ist, mit Blütenmitte versehen und an Ort und Stelle. Ich scheine dieses dreieckige Layout bereits vor einem Jahrzehnt im Kopf gehabt zu haben; ich habe nämlich fast exakt die Anzahl an Blumen, die ich brauche. Zwei fehlen noch, aber in meiner Sammlung gibt es zwei fünfteilige Blumen, denen ich nur noch je ein Blütenblatt zu verpassen brauche. Sollte ich nach so langer Zeit den Stoff nicht mehr finden, kein Problem. Dann orientiere ich mich an den persischen Teppichknüpfern, die immer ganz bewusst einen Fehler eingebaut haben, weil nur Allah vollkommen ist. Die Entscheidung, die Blütenmitten alle uni gelb zu machen, würde ich heute wahrscheinlich nicht mehr treffen; ich finde den Effekt etwas aggressiv, weiß aber, dass ein Heraustrennen das Projekt erneut in UFO-Gefilde befördern würde.
Die Ankunft einer neuen Nichte hat auch mir Gelegenheit gegeben, ein Tulip-Jäckchen zu stricken, das heute beim Osterkaffee die Besitzerin wechseln wird. Auch wenn Tulip wahrscheinlich zu Tausenden schon gestrickt wurde, bin ich doch von den Farben und von dem Griff des Garns entzückt. Als nächstes steht EZs Surprise Jacket auf dem Plan; allerdings hab ich noch nicht das perfekte Garn dafür gefunden.

Sonntag, 23. März 2008

Abotanicity

Auf besonderen Wunsch - Abotanicity am Leib (bitte bedenken, dass die Kamera 10 kg hinzufügt - im wirklichen Leben bin ich ganz dünn ;-))!

Vermischtes

Hat mir gefallen:
"Er fühlte sich nun reif genug, dort weiterzudenken, wo er zu träumen aufgehört hatte."
aus dem ansonsten nicht bemerkenswerten 100 Stunden von Jean-Christophe Rufin. Heute morgen kam das Räumfahrzeug erst, als ich schon mein Müsliobst schnippelte. Ja, ich weiß, ein trauriges Osterfrühstück, aber wir gehen heute essen und müssen schon um 11.30 Uhr im Restaurant sein. Dafür gibt es morgen ein opulenteres Frühstück.
Das Mahl gestern war nicht opulent, sondern ein schnelles Stir-Fry. Allerdings haben mir die Gemüsefarben so gut gefallen, dass ich sie unbedingt fotografieren musste. Wahrscheinlich eine Nebenwirkung des trüben Wetters...
Ein weiteres Projekt aus der Sparte Spinnen ist eine Decke aus großen Farbflächen, frei nach Sarah Dallas´ Knitting. Dazu hab ich mir drei große Häufen Vlies bestellt, weil ich damit ein gleichmäßigeres dickes Garn produziern kann als aus Kardenband. Außerdem finde ich den stumpfen Charakter eigentlich ganz ansprechend. Hat das Zeug dazu, ein Langzeitprojekt zu werden. Zu den Hexies kann ich ganz stolz vermelden, dass alle losen Blumen mit Mitten versehen sind und dass am bereits zusammengesetzten Stück nur noch 36 Blütenmitten fehlen. Die aber habe ich gestern schon alle zugeschnitten und geheftet. Wage ich es, kühn auf Ende März bezüglich der Fertigstellung des Tops zu hoffen? Am Freitag haben wir ein Treffen der Black Forest Quilters, da krieg ich sicherlich auch einiges geschafft...

Samstag, 22. März 2008

Vom UFO zum WIP

Ein guter Vorsatz, der stracks umgesetzt wurde. Bin bereits dabei, ganz viele Blütenmitten zu nähen. Geholfen hat natürlich auch die Chance, wieder mal eine kleine Liste zu machen (ich liebe Listen!) Also: Im großen Stück sind bereits 53 Blumen aneinander genäht, davon 11 mit gelber Mitte. Außerdem habe ich insgesamt noch 36 lose Blumen, davon 15 mit Mitte. Oder zumindest war das der Stand heute morgen kurz nach dem Aufstehen. Alles durchgebügelt, während das Teewasser heiß wurde. Gezählt, berechnet, dass noch 63 Blütenmitten fehlen, nach gelbem Unistoff gefahndet, einen ganz ähnlichen gefunden (außerdem auf viele wunderschöne UFOs kurz vor der Vollendung gestoßen - was ist los mit mir?), erste Papers aufgelegt, die Komposition abgelichtet, zum Compi geflitzt - nur um dort festzustellen, dass das DSL futsch ist (oder wie immer man dazu sagt). Nach acht DSL-losen Stunden müsste ich eigentlich eine neue Liste erstellen, weil ich schon einiges geschafft habe (anstelle das Wohnzimmer zu saugen und in Osterzustand zu bringen), aber das lass ich jetzt mal, dann kann ich mich morgen mehr drüber freuen. Die Hexie-Deadline ist Ende April, und für den Mai nehm ich mir ein neues UFO vor.

Freitag, 21. März 2008

Karfreitag 2008

Aufgewacht vom Geräusch des Räum- und Streufahrzeugs bot sich mir beim Blick zur Küchentür hinaus folgendes Bild: Kater Max war ganz entsetzt, wie tief man einen Tag nach Frühlingsanfang noch im Schnee versinken kann. Angesagt war für heute Aufräumen und Entrümpeln; allerdings sind wir noch nicht arg weit gekommen. Das Kind verbrachte den Morgen damit, Mutters neuen Zeichenblock einzuweihen. Das Nähzimmer, dem ich heute eigentlich auf die Pelle rücken wollte (Alptraumvorstellung - ich sterbe plötzlich und jemand betritt diesen Raum!!!!), ähnelt immer noch dem Stall des Augias; allerdings habe ich ein UFO wiederbelebt, das dort schon fast ein Jahrzehnt schlummert. Alle sechs Wochen seit September schleppe ich diese Hexagons jetzt in die Schule, in meine Werkstatt "Patchworkgeschenke", und immer, wenn die Kinder fragen, was das denn wird, hatte ich bisher keine Antwort. Bei den Hexagons der Kinder, denen ich immer wieder die Stiche zeigen muss - Werkstattkinder wechseln alle sechs Wochen - ertappte ich mich immer wieder beim Gedanken, wie viel Spaß die Technik doch macht. Und heute beim Kartoffelschälen plötzlich die Idee: eine Tischdecke für das kleine runde IKEA-Tischchen. In ganz unregelmäßiger Form; vielleicht übernehme ich ja das ungefähre Dreieck, das ich bis jetzt habe. Blumen habe ich sicherlich schon genügend genäht, jetzt muss ich sie nur noch zusammensetzen und die Blütenmitten einnähen (welcher Hirnfurz hat mich wohl dazu veranlasst, sie bis zum Schluss wegzulassen?) Vielleicht nähe ich um meine unregelmäßige Form noch eine Runde grüne Hexies, als optischen Rahmen, vielleicht lasse ich sie aber auch weg, mal sehen. Im Zug nach Freiburg angefangen - die Cables and Corrugations-Socken aus Cat Bordhis New Pathways. Die Methode, zwei Socken gleichzeitig auf zwei Rundstricknadeln zu stricken, finde ich eher nervig, aber jezt hab ich sie auch mal probiert. Ständig muss man den Arbeitsfaden wechseln - doof!

Samstag, 15. März 2008

Warzenschwein

Warzenschwein ist fertig! Gefilzt mit dem Outdoorbekleidungsprogramm meiner Nähmaschine (40°, 53 min, 800 Umdrehungen). Fazit: Die großen Holzperlen werde ich das nächste Mal weglassen, die Perlen nicht mehr mit Gummiband, sondern mit Baumwollgarn fixieren (auch die kürzesten Gummiringe, die ich gefunden habe, mussten so oft gewickelt werden, dass es kleine Stege gab), und die Fixierung mit Büroklammern werde ich durch klassische durchgenähte Falten ersetzen. Aber für einen ersten Versuch bin ich ganz zufrieden. Und die Erfahrung beim ersten Tragen - jeder will die Blubber anfassen.

Montag, 10. März 2008

Shiborifilzen - jetzt wird es ernst!

Also, nach einem ganzen Kathy Reichs und einem halben Louis Begley ist meine textile Fläche fürs Shiborifilzen geschaffen. Auf neudeutsch: truly mindless knitting. Natürlich hab ich heute gleich einen Satz Gummiringe besorgt, während Kind beim Kieferorthopäden der Dinge harrte, die da kommen sollten, und kaum daheim, hab ich auch schon damit begonnen, Holzperlen und Flummis einzubinden und diverse Faltungen mit diesen niedlichen Büroklammern zu fixieren, deren korrekter Name mir entfallen ist. Auch entfallen ist mir, dass ich vor dieser Flächenmanipulation ja eigentlich noch Länge und Breite messen wollte; schließlich arbeite ich ja wissenschaftlich... Andererseits, ob ich jemals wieder eine so große Fläche mit so eklig dicken Nadeln (4,5) und recht dünnem Garn (800 m/100 g) stricken werde, wissen die Götter. Nun scheue ich mich im Moment noch ein bisschen, mein Werk der Waschmaschine anzuvertrauen. Aber im Waschbecken filzen scheint mir bei diesen vielen Klammern auch keine gute Methode. Als ich vorhin bei ravelry reinschaute, hatte ich eine interessante Nachricht im Postfach - ob ich es erlauben würde, dass mein Styroporkopfbild auf Lynne Barrs Seite für Aria erscheint. Cool! Glaube ich zumindest... Hab ich natürlich erlaubt, und jetzt kann man uns dort finden, zwischen zwei blauen Schals. Eine Rose zwischen zwei Veilchen? Bilder gibt es erst morgen - auch der dritte Versuch des Hochladens ist gerade gescheitert.

Mittwoch, 5. März 2008

Wintereinfall

Danke, Petrus! Heute nacht um 0.30 hab ich Aria abgenadelt, und da es gestern nochmal richtig geschneit hat, hab ich sie heute schon zum ersten Mal ausgeführt. Dieses Spacezeugs macht Spass!!!

Montag, 3. März 2008

Angestrickt

Das ist also Aria. Seit ich das Bild gemacht habe, ist sie nochmals ums Doppelte gewachsen. Das Muster macht unheimlich Spaß, strickt sich wirklich schnell (30 Maschen insgesamt, davon die meisten immer rechts, und die verkürzten Reihen gehen einmal über fünf und einmal über drei Maschen). Nach heute abend werde ich allerdings erst mal eine Strickpause einlegen müssen, weil mir das gesponnene Garn ausgeht. Für Notfälle habe ich noch La Digitessa, deren zweites Exemplar jetzt an der Ferse ist. Außerdem, für die elend langen Ladezeiten bei blogger, stricke ich gerade über 70 Maschen glatt rechts Lacegarn von Evilla mit 4,5er Nadeln. 500 Reihen sind geplant (gähn...), aber danach wird es spannend; der Schal soll nämlich shiborigefilzt werden. Dazu kommt demnächst auch ein interessantes Buch raus, das bereits auf meiner Wunschliste gelandet ist.

Sonntag, 2. März 2008

Katzenbetten

Die Katzenbetten in Cat Bordhis Second Treasury of Knitting Patterns haben mir auf Anhieb gefallen. Da die Garnmenge doch recht groß ist, besonders für zwei Betten, waren dies die ersten zwei Projekte für selbstgesponnenes Garn. Leider wollte das erste Bett nicht so filzen wie ich mir das vorgestellt hatte, und der Möbiusrand weigerte sich einfach, dort zu bleiben, wo er eigentlich hingehörte. Nachdem ich den Post von Yarn Harlot über häkelverstärkte Strickstücke gelesen hatte, schien dies zunächst die Lösung zu sein. Leider war das Bett dann doch so stark verfilzt, dass ich mit der Häkelnadel einfach nicht mehr durchkam. Deshalb hab ich den Möbiusrand jetzt einfach nach unten gebogen und dadurch die Wand des Katzenbetts gedoppelt. Drei Runden Vorstich, und schon ist die Chose stabiler. Ich frage mich jetzt lediglich, ob ich das Ding nochmals in die WaMa stecke. Durch Schaden klug geworden, habe ich beim nächsten Katzenbett das Garn einfach doppelt verstrickt, und zwar nicht mehr nach der Bordhi-Anleitung. Ich hab stattdessen den Boden wie EZs Pi-Shawl gestrickt und dann die Wand senkrecht dazu angestrickt, so wie man bei einem Shetlandschal die Border anstrickt. Außerdem hab ich ein Perlmuster verwendet und den Rand so breit gemacht, dass er gedoppelt werden kann. Die Kante hab ich dann am Boden angenäht. Gefilzt hab ich das Bettchen noch nicht - die Katzen sind recht glücklich damit, solange es auf dem Tisch liegt - es riecht nach Frau Dosenöffner und man hat nen prima Überblick.

Neue Liebe...

Nach der Seide-Merino-Mischung habe ich mit Space-Kammzug begonnen. Das geht so einfach zu verspinnen, dass es sich fast wie Betrug anfühlt. Ich bin total verliebt in die Farben, und dieses Mal gefällt mir das Ergebnis auch verzwirnt. Da ich 200 g bestellt habe, denke ich, dass mein Garn für den Aria-Schal aus Lynne Barr´s Knitting New Scarves reichen wird. Einziges kleines Bauchweh: Wird es ein Problem sein, dass ich mein gesponnenes Garn in meiner Knäuelwicklerbegeisterung nicht mehr einweiche und anschließend an die Badezimmerwand klatsche????