Samstag, 23. Februar 2008

Heiße Liebe...,

... so hieß zu meinen Jugendzeiten unser Lieblingsnachtisch beim Skifahren. Und genau daran erinnert mich dieses Versucherle auf der Spule. (Unversponnen sieht der Kammzug eher nach Erdbeeren mit Sahne aus.) Gleich nachdem ich mein Spinnrad bei ebay ersteigert hatte, gab ich eine große Wollbestellung auf, darunter auch 100 g Wolle-Seide-Mischung, an die ich mich bisher nicht getraut habe. Nach meinem Fiasko mit meinem ersten Sockengarn (langweilig!!!) und sehr informativen ausgedehnten Surftouren erkannte ich, dass Merino pur ganz schlecht , dass eine Wolle-Seide-Mischung im Verhältnis 80:20 hingegen geradezu ideal ist. Und was soll ich sagen? Das Material verspinnt sich wie ein Traum, und meine einzige Sorge im Moment ist, dass es vielleicht zu dünn für Sockengarn wird. Aber dann gibt es halt ein Tuch oder ein Spitzenschälchen. Nachdem ich von Bea den Tip mit dem Knäuelwickler bekommen habe - Knäuel wickeln, dann Ende und Anfang miteinander verzwirnen - ist meine innere Schwäbin von einer geradezu zenmäßigen Ruhe erfüllt - diese paar Restmeter Singles, die diverse Pappröhren füllen, haben mich nicht wirklich befriedigt. Und wie es der Zufall (oder in diesem Fall vielleicht eher eine höhere Macht) so will, fällt bei mir am Dienstag der Nachmittagsunterricht aus (Schüler beim Wintersporttag - hah!), und so finde ich ganz unverhofft die Gelegenheit, zum Woll-Traub zu pilgern, um mir so ein Knäueldings zu kaufen. (Und vielleicht noch ein bisschen Romney oder Bluefaced Leicester... aber sonst nichts. Naja, das Kind darf sich auch noch ein bisschen Wolle aussuchen, so es sich von den weißen Hunden trennen kann. Schließlich dauert es nur noch vier Wochen, bis ihr Spinnrad kommt.) Danke, Guru Bea!

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